Dia­be­tes und Auge

Initia­ti­ve „Dia­be­tes und Auge“

Die Initia­ti­ve „Dia­be­tes und Auge“ des Deut­schen Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ban­des (DBSV) und der Deut­schen Dia­be­tes-Hil­fe – Men­schen mit Dia­be­tes (DDH-M) hat ihre Infor­ma­ti­ons-Web­sei­te www​.dia​be​tes​-und​-augen​.info der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. 7 Mil­lio­nen Dia­be­tikern in Deutschland haben 1,3 Mil­lio­nen dia­be­tes­be­ding­te Schä­den an der Netz­haut. Für Men­schen mit Dia­be­tes ist ein gutes Sehvermögen u.a. für die Messung ihres Blut­zu­cker­spie­gels wichtig. Die Deut­sche Dia­be­tes-Hil­fe und der deut­sche Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ban­des (DBSV) bieten eine Infor­ma­ti­ons-Web­sei­te an, die erklärt, wie trotz Seh­ver­schlechterung wei­ter­hin ein akti­ves und selbst­stän­di­ges Leben mög­lich ist, welche Möglichkeiten zur Reha­bi­li­ta­ti­on und welche sozi­al­recht­li­chen Ansprü­chen bestehen:
www​.dia​be​tes​-und​-augen​.info

 

Blog der Augenmedizin

AMD

Altersbedingte Makuladegeneration ist ein weit verbreitete Erkrankung der Augen die bei nicht Behandlung zur Erblindung führen kann.

Die Augenärzte unterscheiden heute zwei Formen der AMD. Die „trockene“ Form der Erkrankung ist mit 85% die häufiger Form. Bei dieser Form kommt es über mehrere Jahre  zum Verlust von lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut des Auges und somit zu einer langsamen Sehverschlechterung. Die Lesefähigkeit bei dabei noch ein lange Zeit erhalten.

Bei der selteneren, aber wesentlich aggressiveren feuchten Form der Makuladegeneration wachsen krankhafte Blutgefäße in die Netzhaut ein. Die Gefäßwände sind undicht, Flüssigkeit und Blutbestandteile treten aus.

Als Folge kommt es zu einer fortschreitenden Vernarbung mit Zerstörung der empfindlichen Nervenschicht der Netzhaut. Bei dieser Verlaufsform kann innerhalb kurzer Zeit ein massiver Sehverlust eintreten. Die altersbezogene Makuladegeneration verursacht keinerlei Schmerzen. Erstes Anzeichen kann verzerrtes Sehen sein: Gerade Linien erscheinen krumm oder gebogen, Konturen verzerren, Farben werden schwächer. Bald kommen Ausfälle in Form von Flecken hinzu, die sich ausdehnen und fast das ganze Gesichtsfeld, bis auf einen äußeren Kreis, einnehmen können. Die schnell verlaufende feuchte AMD ist die häufigste Ursache für Erblindung jenseits des 60. Lebensjahres. Meist wird die Erkrankung erst bemerkt, wenn auch das zweite Auge schon betroffen ist. Bereits jeder vierte der über 65-Jährigen von verschiedenen Stadien der AMD betroffen ist, sind Früherkennung und – soweit möglich – Vorsorge besonders wichtig.

Behandlung

Die trockene Form der AMD kann leider heute (Stand: 2016) noch nicht behandelt werden. Die Pharmaindustrie forscht aber zu Behandlungen, da sehr viele Menschen über 50 Jahren von dieser Form der AMD betroffen sind.

Die „feuchte“ AMD kann heute gut behandelt werden. Dazu ist es aber notwendig, dass die AMD rechtzeitig erkannt wird.

Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Argonlaser Verfahren
  • Photodynamische Therapie
  • VEGF Antagonisten
  • Triamcinolone
  • Chirurgische Verfahren
  • Membranextraktion
  • Makularotation
  • Pigmentepithel-Aderhaut Patch
  • Nahrungsergänzung mit Vitaminen